FAQ

Inhalt:

Was bedeutet Aka-Kuro?

Was ist die Philosophie Aka-Kuro?

Was sind die Trainingsinhalte bei Aka-Kuro?

Was bedeutet das Vereinssymbol?

Was bedeutet Tae Kwon Do?

Was bedeutet Budo?

Welche(r) Kampfkunst/-sport ist die/der beste?

Was bedeutet Aka-Kuro?

Aka-Kuro ist die japanische Aussprache der chinesischen Schriftzeichen 赤黒, die in Japan Kanji genannt werden. Sie bedeuten übersetzt „rot-schwarz“. Rot und schwarz sind die Vereinsfarben, die wir z.B. auch an unseren Anzügen tragen.

In fernöstlichen Kulturen und Mythologien haben Farben eine tiefergehende, kontextbezogene Bedeutung und stehen symbolisch für andere Dinge. Die Farbe rot steht in Japan unter anderem für „Feuer“. Die Farbe schwarz steht z.B. sinnbildlich für „Schuld“.

Es sei jedoch erwähnt, dass die Vereinsfarben nicht nach ihrer asiatischen Bedeutung, sondern entsprechend den Gepflogenheiten bei der Namensgebung von deutschen Sportvereinen wie z.B. bei Rot-Weiß Koblenz gewählt wurden.

Warum wählt man also einen Vereinsnamen auf Japanisch?

Ganz einfach. In den Anfangszeiten von Aka-Kuro Koblenz e.V. gab es zwei Sektionen: Zum einen das japanische Shotokan Karate und zum anderen das Traditionelle Taekwondo aus Korea, die übrigens beide stark miteinander verwandt sind. Zur Vereinsgründung hatte man sich schließlich gemeinsam auf den japanischen Namen Aka-Kuro e.V. geeinigt.

Abschließend kann man also sagen, dass die Namensgebung sowohl deutsche als auch asiatische Traditionen in einem Namen vereint.
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Was ist die Philosophie Aka-Kuro?

Der Verein Aka-Kuro Koblenz e.V. lehrt Traditionelles Taekwondo nach dem System von Choi Hong Hi. Dabei achten und ehren wir andere Kampfkünste und deren Meister, insbesondere jene aus denen Taekwondo hervorgegangen ist, aber auch solche, die durch ihr Repertoire an Techniken sich besonders für die Ergänzung unseres eigenen Kampfstils eignen.

Wir sind ständig bemüht unsere eigenen Fertigkeiten weiter zu perfektionieren. Obwohl wir uns zu jeder Zeit bewusst sind, dass unsere eigene Kampfkunst nie perfekt sein wird, versuchen wir dennoch diesem Ideal stetig näher zu kommen. Dabei durchlaufen wir einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess, bei dem Erkenntnisse und Entwicklungen aus der Vergangenheit mit teilweise tausendjähriger Traditionen ständig mit einfließen.

Bei der Weiterentwicklung orientieren wir uns nicht nur an Erkenntnissen aus Fernost, sondern auch an denen aus der westlichen Welt. Schon seit längerem ist Budo ein internationales Phänomen, das in allen Teilen der Welt praktiziert und gelebt wird. Es wäre töricht die Entwicklungen in anderen Ländern zu ignorieren.

Beim Training der klassischen Taekwondo-Elemente fokussieren wir uns nicht auf bestimmte Elemente, wie z.B. reines Wettkampftraining, sondern lehren alle Aspekte der koreanischen Kampfkunst, da wir erkannt haben, dass jede Disziplin ihre Daseinsberechtigung hat und unser Können verbessert.
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Was sind die Trainingsinhalte bei Aka-Kuro?

Der Verein Aka-Kuro Koblenz e.V. lehrt Traditionelles Taekwondo nach dem System von Choi Hong Hi, dem ursprünglichen ITF-Stil.

Taekwondo ist eine sehr vielseitige Kampfkunst bestehend aus den Hauptelementen Grundtechnik, Formenlauf (Hyongs), Kampf, Bruchtest sowie individueller Selbstverteidigung. Unser Verein legt großen Wert auf Betonung aller Aspekte, die zum Großteil auf jahrtausendealten Erkenntnissen beruhen und mit der Zeit ständig weiterentwickelt und verbessert wurden.

Unser Training enthält außerdem ein intensives Aufwärmprogramm, das den eigenen Körper in puncto Ausdauer, Kraft, Balance und Dehnung stärken soll. Darüber hinaus wird der Geist bei Konzentrationsübungen gefordert. Dieser Mix soll das persönliche Wohlbefinden und Selbstbewusstsein steigern.
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Was bedeutet das Vereinssymbol?


Unser Symbol ist eine Abwandlung des zweifarbigen Yin-Yang-Zeichens,

wie es auf zahlreichen asiatischen Motiven, unter anderem auch in der koreanischen Flagge (auf Koreanisch genannt taeguk-gi) zu sehen ist. Das Yin-Yang-Zeichen ist ein Symbol der daoistischen Lehre, die in China ihren Ursprung hat. Es soll daran erinnern, dass die Welt aus Gegensätzen, wie z.B. gut und böse, hell und dunkel, Feuer und Wasser, Himmel und Erde besteht, die aber untrennbar miteinander verbunden sind und das eine nicht ohne das andere existieren kann.

Im Gegensatz zu dem zweifarbigen Symbol, besteht das Vereinssymbol aus drei Elementen, eine Variante, die in verschiedenen Darstellungen und religiösen Hintergründen in Tibeth (genannt bön), in Korea (genannt samsaeg-ui taegeuk), und in Japan (genannt mitsudomoe)


verwendet wird. Die Bedeutung der dritten Komponente ist jedoch bei allen gleich: Zwischen Himmel (blau) und Erde (rot) reiht sich noch die Menschheit (gelb) ein.

Zusätzlich enthält das Vereinssymbol die drei Kanji-Zeichen 赤黒道 (Aka Kuro Do). Dieser Term steht nicht etwa für eine eigene Kampfkunst, wie man vielleicht vermuten könnte, sondern soll lediglich die Philosophie des Vereins repräsentieren, nach der wir trainieren. Die Farben wurden entsprechend dem Vereinswappen rot-schwarz gewählt, haben aber keine tiefergehende Bedeutung.
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Was bedeutet Tae Kwon Do?

Tae Kwon Do ist die koreanische Aussprache der Symbole 跆拳道, die von den Koreanern aus der chinesischen Schrift (in Korea Hanja genannt) übernommen wurden. Viel gebräuchlicher ist jedoch die Schreibweise 태권도, die den Namen der Kampfkunst in phonographischer Blockschrift (genannt Hangul) wiedergibt.

Der Begriff Tae Kwon Do setzt sich zusammen aus

Tae (跆 / 태) – „Fuß“,“im Sprung“

Kwon (拳 / 권) – „Faust“

Do (道 / 도) – sinnbildlich „der Weg“ oder „die Kunst“

Sinngemäß übersetzt bedeutet Tae Kwon Do – „Die Kunst des Fuß- und Faustkampfes“
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Was bedeutet Budo?

Budo ist die japanische Aussprache der Symbole 武道 und bedeutet sinngemäß „Kriegskunst“ oder „Weg des Kriegers“. Die ursprüngliche, chinesische Bedeutung dieser Zeichen war sinngemäß: „einen Speer aufhalten“. In Japan stand diese Bezeichnung lange Zeit als Oberbegriff für sämtliche japanische Kampfkünste wie z.B. Judo, Aikido und Karate. Heute jedoch wird Budo auch als Sammelbegriff in Zusammenhang mit Kampfkünsten aus anderen ostasiatischen Ländern wie China und Korea benutzt.
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Welche(r) Kampfkunst/-sport ist die/der beste?

Eine Frage die ständig in der Budo-Welt gestellt wird. Es existieren Unmengen von Video-Material, die sich mit diesem Thema auseinander setzen, aber auch einige Bücher versuchen auf diese Frage eine passende Antwort zu finden. Es gibt unzählige Vertreter von diversen Kampfkünsten, die behaupten, dass sie das beste und überlegenere System lehren. Letztendlich lassen sich jedoch nur Vorteile für bestimmte Kategorien wie z.B. Nahdistanz, Ferndistanz oder Bodenkampf bei dem einen gegenüber einem anderen Stil finden. Eine Gesamtgegenüberstellung zweier total verschiedener Stile fällt jedoch äußerst schwer.

Selbst innerhalb eines Stils unterscheiden sich die Trainingsmethoden und die Qualität des Trainings deutlich von einer Kampfkunstschule zur nächsten, sodass man strenggenommen nicht von „dem Stil“ sprechen kann. Wahrscheinlich einer der Gründe warum man in Fernostasien die Kampfkünste in erster Linie durch ihre Schule (japanisch: ryu, koreanisch: kwan) unterscheidet und nicht allein durch ihren Namen, der oft zu allgemein gefasst ist. Dort steht der Meister im Vordergrund, der einen bestimmten Kampfstil maßgeblich geprägt hat und dem die Schüler aus Überzeugung folgen.
Jeder Stil hat eine eigene Entstehungsgeschichte und wurde aus einer ganz eigenen Motivation heraus entwickelt. So unterschiedlich wie dessen Anwendung ist, so unterscheiden sich auch die darin enthaltenen Prinzipien und Techniken.

Wenn man also unterschiedliche Kampfstile miteinander vergleichen will, indem man Vertreter der jeweiligen Kunst gegeneinander antreten lässt und das zuvor erwähnte dabei berücksichtigt, so lässt sich hieraus folgende Erkenntnis gewinnen:

„Es gibt keinen besseren Stil, es gibt nur bessere Kämpfer.“
 

Diese Erkenntnis ist sowohl ernüchternd als auch einleuchtend, vor allem dann, wenn man genügend Erfahrung in der Budo-Welt gewonnen hat. Man sollte sich also nicht von Leuten blenden lassen, die das Gegenteil behaupten und ihren eigenen Stil als überlegen anpreisen.

Da wir nun festgestellt haben, dass es keinen „besten Stil“ gibt, wird es für einen Neuling in der Budo-Welt recht schwierig sein herauszufinden, welcher Stil für ihn am geeignetsten ist. Um dennoch zu erkennen, welche die beste Kampfkunst/ der beste Kampfsport für einen selbst ist, sollte man sich folgende Frage stellen:

„Was möchte ich mit dem Erlernen einer Kampfkunst/eines Kampfsports bezwecken?“
 

Es gibt verschiedene, gute Gründe eine Kampfkunst zu betreiben. Hier ein paar gängige Gründe:

1) Zum Zwecke der Selbstverteidigung und der Verteidigung anderer Personen.

2) Das Suchen der sportlichen Herausforderung in Wettkämpfen.

3) Steigerung des körperlichen Wohlbefindens in puncto Gesundheit, Selbstbewusstsein, Konzentrationsfähigkeit, Beweglichkeit, Kondition und Leistung.

4) Aus Interesse an fernöstlicher Kultur, Philosophie und Lebensweisheiten.

Wir bei Aka-Kuro versuchen beim Training des Traditionellen Taekwondos all diese Aspekte zu beleuchten. Wer also einen möglichst breiten Einblick in die Budo-Welt haben will, der ist bei uns schon recht gut aufgehoben. Letzten Endes bleibt es eben Geschmackssache.
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